Produkte bei Google und Bing sichtbar machen – ohne Werbebudget
Stand: September 2026
Wenn jemand nach einem Produkt sucht, das Sie anbieten, entscheidet nicht Ihr Schaufenster, ob er Sie findet – sondern ob Ihre Produktdaten bei Google und Bing hinterlegt sind. Das geht auch ohne Werbebudget: Beide Suchmaschinen nehmen Produktdaten kostenlos entgegen und zeigen sie in den Produktergebnissen an. Voraussetzung ist ein sogenannter Feed – und der ist weniger kompliziert, als er klingt.
Was ein Produkt-Feed ist
Ein Feed ist eine maschinenlesbare Liste Ihrer Produkte: Name, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit, Bild, Link. Die Suchmaschine holt sich diese Liste regelmäßig ab und weiß dadurch, was Sie anbieten – ohne dass jemand Ihre Website Seite für Seite absuchen muss.
Für Google läuft das über das Merchant Center, für Bing über die Webmaster-Tools mit Shopping-Feed. Beide akzeptieren dasselbe Grundformat; wer den Feed einmal sauber aufgebaut hat, bedient damit beide Dienste.
Der Unterschied zu bezahlter Werbung: Kostenlose Produkteinträge erscheinen in den Produkt- und Shopping-Ergebnissen, aber nicht an den bezahlten Spitzenplätzen. Für einen kleinen Betrieb ist das oft genau der richtige Einstieg – sichtbar werden, ohne laufende Kosten.
Was in jeden Eintrag gehört
Pflicht sind bei fast allen Produktarten: eine eindeutige Kennung (Artikelnummer, bei Markenware die GTIN), ein aussagekräftiger Titel, eine Beschreibung, der Preis mit Währung, die Verfügbarkeit und ein Bild ohne Wasserzeichen oder Werbetext.
Der Titel entscheidet über das Gefundenwerden. „Arbeitsjacke Größe L, wasserdicht, Marke X" wird gesucht – „Unser Bestseller!" nicht. Schreiben Sie in den Titel, was ein Kunde eintippen würde.
Der Preis im Feed muss exakt dem Preis auf Ihrer Website entsprechen, inklusive Mehrwertsteuer. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Regel: Weicht der Preis ab, wird der Eintrag abgelehnt – und bei wiederholten Abweichungen das ganze Konto gesperrt.
Woran Einträge am häufigsten scheitern
Der häufigste Fehler ist der veraltete Feed: Ein Produkt ist ausverkauft oder der Preis hat sich geändert, aber der Feed meldet noch den alten Stand. Die Suchmaschine prüft das gegen Ihre Website – und lehnt den Eintrag ab.
Der zweite ist das Bild: zu klein, mit Logo-Wasserzeichen oder mit Aktionstext darauf. Die Anforderungen sind streng, weil die Bilder direkt in den Suchergebnissen erscheinen.
Der dritte sind fehlende Angaben zu Versandkosten und Lieferzeit. Was der Kunde an der Kasse zahlt, muss vorher erkennbar sein – auch das prüfen die Dienste automatisch.
Die gute Nachricht: All diese Fehler werden gemeldet, bevor sie Schaden anrichten. Beide Dienste zeigen zu jedem Produkt an, ob es angenommen wurde und was gegebenenfalls fehlt. Diese Diagnose regelmäßig anzusehen ist wichtiger als jede Ersteinrichtung.
Der Weg in vier Schritten
Erstens: Produktdaten an einer Stelle sammeln und vollständig machen – Titel, Beschreibung, Preis, Bild, Verfügbarkeit. Diese eine Quelle ist die halbe Arbeit.
Zweitens: Konto beim Google Merchant Center und bei den Bing Webmaster-Tools anlegen und die eigene Website bestätigen. Das ist einmalig und kostenlos.
Drittens: Den Feed hinterlegen – entweder als Datei hochladen oder als Web-Adresse angeben, die die Suchmaschine regelmäßig abruft. Die zweite Variante ist die bessere, weil Änderungen automatisch ankommen.
Viertens: Nach ein bis drei Tagen die Diagnose ansehen. Abgelehnte Produkte werden dort mit Grund aufgeführt – Grund beheben, warten, fertig.
Häufige Fragen
Kostet es etwas, Produkte bei Google und Bing anzuzeigen?
Die kostenlosen Produkteinträge kosten nichts – weder Einrichtung noch laufend. Bezahlte Anzeigen an den Spitzenplätzen sind ein separates, optionales Thema. Für den Einstieg genügen die kostenlosen Einträge.
Brauche ich einen Online-Shop dafür?
Sie brauchen eine Seite, auf der das Produkt mit Preis zu sehen ist – der Kauf selbst kann auch per Anruf oder Anfrage laufen. Ohne Produktseite mit Preis lehnen die Dienste den Eintrag ab, weil sie die Angaben nicht prüfen können.
Was ist eine GTIN und brauche ich sie?
Die GTIN ist die weltweit eindeutige Artikelnummer, die als Strichcode auf Markenware steht. Bei Markenprodukten wird sie erwartet. Für Eigenprodukte und Dienstleistungen gibt es sie nicht – dann genügt Ihre eigene Artikelnummer mit dem Hinweis, dass keine GTIN existiert.
Wie oft muss der Feed aktualisiert werden?
So oft sich etwas ändert. Preisänderungen müssen sofort im Feed ankommen, sonst drohen Ablehnungen. Deshalb ist ein automatisch erzeugter Feed, der immer den aktuellen Stand liefert, jeder von Hand gepflegten Datei überlegen.
Warum wurde mein Produkt abgelehnt?
Den genauen Grund nennt die Diagnose im Merchant Center beziehungsweise in den Bing-Webmaster-Tools bei jedem einzelnen Produkt. Die häufigsten Gründe: Preis im Feed weicht von der Website ab, Bild entspricht nicht den Vorgaben, Pflichtangabe fehlt.
Wie DocShock dabei hilft
DocShock erzeugt den Produkt-Feed für Google und Bing automatisch aus Ihren hinterlegten Produkten – eine Quelle, beide Dienste, immer der aktuelle Stand. Prüffelder zeigen vor dem Einreichen an, ob Pflichtangaben fehlen, und Sie sehen im Adminbereich, ob die Anbindung funktioniert, ohne sich durch die Diagnoseseiten der Anbieter zu klicken.
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