Was kostet Ihr Betrieb im Monat wirklich?
Stand: Juli 2026
Eine Frage, die in Beratungsgesprächen fast nie auf Anhieb beantwortet wird: Was zahlt Ihr Betrieb jeden Monat für laufende Verträge? Nicht Material, nicht Löhne – nur die Verträge. Die meisten schätzen, und die meisten schätzen zu niedrig.
Warum die Zahl niemand kennt
Weil sie nirgends steht. Der Mobilfunkvertrag läuft über die eine Bank, der Strom über die andere, die Versicherung wird jährlich abgebucht, das Leasing monatlich, die Software quartalsweise. Jeder einzelne Posten ist klein genug, um nicht aufzufallen.
Zusammen sind es bei einem Betrieb mit fünf Leuten oft zwischen 800 und 2.000 Euro im Monat. Das ist die Größenordnung eines halben Gehalts.
Die Liste in einer Stunde aufstellen
Nehmen Sie die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate. Zwölf, nicht drei – jährliche Abbuchungen wie Versicherungen oder Kammerbeiträge fallen sonst durch das Raster.
Schreiben Sie jede wiederkehrende Abbuchung auf: Empfänger, Betrag, Rhythmus. Rechnen Sie alles auf den Monat um, also Jahresbeträge geteilt durch zwölf.
Ergänzen Sie zu jedem Posten zwei Angaben, die später entscheidend sind: das Vertragsende und die Kündigungsfrist. Beides steht im Vertrag, nicht auf dem Kontoauszug.
Was dabei fast immer auftaucht
Ein Anschluss oder Handyvertrag für jemanden, der nicht mehr im Betrieb ist. Eine Software, die nach dem Wechsel auf ein anderes Programm nie gekündigt wurde. Eine Versicherung, die doppelt läuft, weil sie einmal über den Verband und einmal direkt abgeschlossen wurde.
Das sind keine Nachlässigkeiten, sondern die normale Folge davon, dass niemand zuständig ist. In einem Betrieb ohne Buchhaltungsabteilung kündigt niemand einen Vertrag, an den keiner denkt.
Was sich zu prüfen lohnt – und was nicht
Lohnenswert sind Posten, bei denen der Markt sich bewegt: Strom, Gas, Mobilfunk, Internet. Hier liegen die Unterschiede zwischen Alt- und Neutarif regelmäßig im zweistelligen Prozentbereich.
Weniger lohnenswert ist das Nachverhandeln bei Verträgen mit langer Restlaufzeit und geringem Betrag – der Aufwand steht in keinem Verhältnis. Notieren Sie stattdessen das Datum, an dem eine Kündigung möglich wird.
Und rechnen Sie realistisch: Ein Anbieterwechsel kostet Zeit und bringt manchmal Ärger. Bei zehn Euro Ersparnis im Monat kann es sich lohnen, bei zwei Euro selten.
Der eigentliche Fehler ist nicht der teure Vertrag
Sondern der, der sich still verlängert. Ein Vertrag, den Sie prüfen und bewusst behalten, ist kein Problem. Ein Vertrag, der sich um zwölf Monate verlängert, weil eine Frist um drei Tage verstrichen ist, kostet Sie den vollen Betrag noch ein Jahr lang – ohne Gegenwert.
Deshalb ist die wichtigste Spalte in Ihrer Liste nicht der Betrag, sondern der Tag, an dem die Kündigung spätestens raus muss. Setzen Sie die Erinnerung vier Wochen davor.
Häufige Fragen
Wie viele Verträge hat ein durchschnittlicher Kleinbetrieb?
Bei fünf bis zehn Mitarbeitern sind es meist zwischen 15 und 30 laufende Verträge – Mobilfunk, Festnetz, Internet, Strom, Gas, Versicherungen, Leasing, Software, Wartung, Kammerbeiträge, Abfallentsorgung.
Reicht eine Excel-Liste dafür nicht?
Für die reine Übersicht ja. Der Unterschied liegt bei den Fristen: Eine Tabelle erinnert nicht. Wer Fristen in Excel führt, muss selbst daran denken hineinzusehen – und genau das passiert im Betriebsalltag nicht.
Wie viel lässt sich realistisch sparen?
Bei den beweglichen Posten – Strom, Gas, Mobilfunk, Internet – sind zehn bis zwanzig Prozent üblich, wenn seit Jahren nichts geprüft wurde. Der größere Betrag liegt aber oft in Verträgen, die gar nicht mehr gebraucht werden.
Sollte ich alles gleichzeitig kündigen?
Nein. Gehen Sie nach Betrag vor: Die drei größten Posten zuerst. Alles auf einmal umzustellen bindet Zeit, die Sie im Betrieb brauchen, und erhöht das Risiko, dass etwas schiefgeht.
Wie DocShock dabei hilft
Genau dafür ist DocShock gebaut: Sie tragen jeden Vertrag einmal ein – mit Kosten, Laufzeit und Kündigungsfrist. Danach sehen Sie Ihre monatliche Summe als eine Zahl, und die Software erinnert rechtzeitig, bevor eine Frist abläuft. Nicht am Tag danach.
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