Zum Inhalt springen

Vertrags-Check zum Jahresanfang: eine Stunde, die sich lohnt

Stand: August 2026

Einmal im Jahr alle Verträge durchgehen klingt nach viel Arbeit. Mit einer festen Reihenfolge dauert es etwa eine Stunde – und fast immer findet sich dabei etwas, das niemand mehr braucht.

Schritt 1: Die Kontoauszüge des letzten Jahres

Der schnellste Weg zur vollständigen Liste führt nicht über den Aktenordner, sondern über die Bankumsätze. Alles, was regelmäßig abgebucht wird, ist ein Vertrag – auch das, woran Sie sich nicht erinnern.

Nehmen Sie zwölf Monate, nicht drei. Jahresbeiträge und halbjährliche Abbuchungen fallen sonst durch das Raster. Genau dort stecken erfahrungsgemäß die vergessenen Posten.

Schreiben Sie zu jeder Abbuchung: Empfänger, Betrag, wie oft. Mehr nicht. Sortieren kommt später.

Schritt 2: Die Kreditkartenabrechnung dazunehmen

Software-Abos, Cloud-Speicher und Werbekonten laufen meist über die Karte und nicht über das Geschäftskonto. Sie sind einzeln klein und in Summe der Posten, der die meisten Betriebe überrascht.

Achten Sie auf Abbuchungen in Fremdwährung. Dort kommen Umrechnungsgebühren hinzu, die in keiner Preisliste stehen.

Schritt 3: Drei Fragen je Vertrag

Brauchen wir das noch? Bei erschreckend vielen Positionen lautet die Antwort nein – der Mitarbeiter ist weg, das Projekt beendet, das Werkzeug wird nicht mehr benutzt.

Passt die Größe? Zehn Lizenzen für sechs Personen, ein Datentarif, der nie ausgeschöpft wird, eine Versicherungssumme aus einer Zeit, als der Betrieb halb so groß war.

Wann läuft es aus? Diese Angabe ist die wichtigste und fehlt am häufigsten. Ohne sie ist die ganze Liste nur eine Bestandsaufnahme, keine Grundlage für Entscheidungen.

Schritt 4: Die Fristen in einen Kalender

Tragen Sie nicht das Vertragsende ein, sondern den Tag, an dem Sie entscheiden müssen: Vertragsende minus Kündigungsfrist minus vier Wochen Vorlauf.

Diese vier Wochen sind der Unterschied zwischen einer Entscheidung und einer Hektik. Wer am letzten Tag der Frist merkt, dass er wechseln will, hat keine Zeit mehr, Angebote zu vergleichen.

Setzen Sie die Erinnerung so, dass mehr als eine Person sie sieht. Urlaub und Krankheit sind die häufigsten Gründe für verpasste Fristen.

Was Sie danach haben

Eine Zahl: was Ihr Betrieb monatlich für Verträge ausgibt. Die meisten Inhaber liegen bei ihrer Schätzung um zwanzig bis vierzig Prozent daneben – nach unten.

Eine Liste mit Kündigungskandidaten. Erfahrungsgemäß zwei bis fünf Positionen, die niemand vermisst.

Und einen Kalender, der sich meldet, bevor etwas abläuft. Das ist der Teil, der im nächsten Jahr die Stunde einspart.

Wichtiger Hinweis: Dieser Text erklärt die allgemeine Rechtslage und ist keine Rechtsberatung. Was in Ihrem Fall gilt, klären Sie am besten mit Ihrem Steuerberater oder Anwalt.

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Januar oder Februar, weil dann die Jahresabrechnungen vorliegen und viele Preisanpassungen zum 1. Januar wirksam werden. Grundsätzlich gilt aber: irgendwann ist besser als der perfekte Zeitpunkt.

Muss ich dafür alle Verträge im Original haben?

Nein. Für den Überblick genügen Anbieter, Betrag und Turnus aus den Kontoauszügen. Die Vertragsunterlagen brauchen Sie erst, wenn Sie tatsächlich kündigen oder wechseln wollen.

Was mache ich mit Verträgen, deren Unterlagen ich nicht finde?

Fordern Sie beim Anbieter eine Vertragskopie an. Dazu sind Anbieter verpflichtet, und es geht meist per E-Mail an den Kundenservice mit Angabe der Kundennummer von der Rechnung.

Lohnt sich das auch bei einem Einzelunternehmen?

Gerade dort. Bei kleinen Betrieben machen laufende Verträge einen größeren Anteil der Fixkosten aus, und es gibt niemanden, der nebenbei darauf achtet.

Wie DocShock dabei hilft

Wenn Sie diese Stunde nicht jedes Jahr neu investieren wollen: Laden Sie Ihre Rechnungen einfach hoch – wir lesen Anbieter, Kosten und Laufzeit aus und überwachen die Fristen ab dann automatisch.

Mehr dazu 30 Minuten am Telefon

Weitere Ratgeber