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Von ChatGPT gefunden werden: was geht und was nicht

Immer mehr Menschen fragen ein Sprachmodell, statt zu googeln. „Wer macht Elektroinstallationen in Bremen?" – und das Modell nennt drei Betriebe. Wie kommt man auf diese Liste? Und was ist von Angeboten zu halten, die das versprechen?

Zuerst: Was niemand versprechen kann

Wenn Ihnen jemand zusagt, Ihr Betrieb werde von ChatGPT empfohlen – gehen Sie weiter. Diese Zusage kann niemand halten.

Der Grund ist einfach: Die Betreiber der Sprachmodelle legen nicht offen, nach welchen Kriterien sie antworten. Sie ändern diese Kriterien laufend. Und sie haben keinen Mechanismus, über den man einen Betrieb einträgt oder bevorzugt behandeln lässt. Es gibt keine Stellschraube, an der eine Agentur drehen könnte.

Wer trotzdem eine Platzierung verspricht, verkauft Ihnen entweder etwas, das er nicht liefern kann – oder er weiß es selbst nicht besser. Beides ist ein schlechtes Zeichen.

Was aber sehr wohl geht

Sprachmodelle erfinden ihre Antworten nicht. Sie ziehen ihr Wissen über Betriebe aus Quellen, die man beeinflussen kann. Und dort liegt der Hebel.

1. Maschinen müssen verstehen, was Sie tun

Auf Ihrer Website steht vielleicht „Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für alle Belange rund ums Haus." Ein Mensch versteht das ungefähr. Eine Maschine versteht: nichts.

Mit strukturierten Daten (Fachbegriff: schema.org) sagen Sie ausdrücklich: Das hier ist ein Handwerksbetrieb, Gewerk Elektro, Einzugsgebiet Bremen und Umland, geöffnet montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr. Das ist kein sichtbarer Text sondern eine Angabe im Quelltext – aber Maschinen lesen sie zuerst.

Das ist die wirksamste einzelne Maßnahme, und die meisten Betriebe haben sie nicht.

2. Beantworten Sie Fragen, statt Leistungen aufzuzählen

Sprachmodelle geben Antworten. Sie suchen deshalb nach Inhalten, die eine Frage beantworten.

Eine Seite mit der Überschrift „Unsere Leistungen" wird selten zitiert. Eine Seite mit der Überschrift „Was kostet ein neuer Sicherungskasten?" schon – weil genau das jemand fragt.

Drei solche Seiten bringen mehr als dreißig Seiten Selbstbeschreibung. Und sie helfen auch bei Google, ganz nebenbei.

3. Sagen Sie überall dasselbe

Ihr Google-Unternehmensprofil, Ihre Website, Ihr LinkedIn-Eintrag, das Branchenbuch: Wenn dort verschiedene Anschriften oder Öffnungszeiten stehen, wird ein Modell unsicher – und nennt im Zweifel jemand anderen.

Widersprüchliche Angaben schaden mehr als fehlende. Prüfen Sie einmal, was über Ihren Betrieb im Netz steht. Bei den meisten findet sich mindestens eine veraltete Angabe.

4. Das Google-Unternehmensprofil ist wichtiger, als Sie denken

Aus diesem Eintrag ziehen Modelle Anschrift, Zeiten, Kategorie und Bewertungen. Er ist kostenlos, und viele Betriebe haben ihn nie beansprucht oder seit Jahren nicht angesehen.

Woran Sie ein unseriöses Angebot erkennen

Wie lange dauert es?

Ehrliche Antwort: Die technischen Sachen wirken innerhalb von Wochen, sobald die Suchmaschine Ihre Seite neu gelesen hat. Bei Sprachmodellen dauert es länger – sie aktualisieren ihr Wissen in Abständen, die niemand von außen kennt.

Rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten, bis sich etwas zeigt. Wer Ihnen Ergebnisse in zwei Wochen verspricht, hat entweder etwas anderes gemeint oder erzählt Ihnen etwas.

Was Sie heute tun können, ohne etwas zu bezahlen

  1. Fragen Sie ChatGPT: „Was weißt du über [Ihr Firmenname] in [Ihre Stadt]?" Die Antwort zeigt Ihnen, was ankommt – und was falsch ist.
  2. Beanspruchen Sie Ihr Google-Unternehmensprofil und füllen Sie es vollständig aus.
  3. Richten Sie die Google Search Console ein. Kostenlos, und Sie sehen zum ersten Mal, unter welchen Begriffen Sie gefunden werden.
  4. Schreiben Sie eine Seite, die eine Frage Ihrer Kunden beantwortet.

Das kostet einen Nachmittag und bringt mehr als die meisten bezahlten Angebote.

Und wenn Sie es nicht selbst machen wollen

Dafür gibt es unser Produkt KI-Sichtbarkeit: 17,46 € im Monat, monatlich kündbar. Sie bekommen ein Werkzeug, das Ihnen zeigt, was fehlt und in welcher Reihenfolge Sie es angehen sollten – sowie die Auswertung, an der Sie sehen, ob sich etwas tut.

Auf Wunsch richten wir alles einmalig für Sie ein (279 €, freiwillig – das Werkzeug ist dasselbe, wenn Sie es selbst machen).

Was wir zusagen: Wenn sich in 90 Tagen in Ihrer Auswertung nichts getan hat, bekommen Sie Ihr Geld zurück. Was wir nicht zusagen: eine Platzierung oder eine bestimmte Besucherzahl. Das kann niemand – und wer es tut, verkauft Ihnen etwas.

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